Ein Nachsendeservice leitet viele Briefsendungen von einer bisherigen an eine neue Anschrift weiter. Das ist vor allem bei einem Umzug hilfreich, kann aber auch bei längerer Abwesenheit sowie in Betreuungs- oder Sterbefällen sinnvoll sein. Verbraucher sollten dennoch beachten, dass ein Nachsendeauftrag zeitlich begrenzt ist und nicht die gesamte Post erfasst.
Wie funktioniert die Postweiterleitung?
Wer seine Post nachsenden lassen möchte, gibt die alte und neue Adresse, den gewünschten Beginn sowie die einzubeziehenden Personen an. Anschließend werden erfasste Sendungen, die weiterhin an die bisherige Anschrift gehen, zur Zieladresse weitergeleitet.
Beim Deutsche Post Nachsendeservice sollte der Auftrag mindestens fünf Werktage vor dem gewünschten Start vorliegen. Als zusätzlicher Sicherheitspuffer empfiehlt sich eine frühere Bestellung. Anzugeben sind alle Personen, für die Briefe weitergeleitet werden sollen. Das ist insbesondere bei Haushalten mit unterschiedlichen Nachnamen wichtig.
Durch den Umweg kann die Zustellung länger dauern als bei einer Sendung, die von Anfang an korrekt adressiert wurde.
Was wird nachgesendet – und was nicht?
Zum Nachsendeservice der Deutschen Post gehören grundsätzlich unter anderem:
- Postkarten sowie Standard-, Kompakt-, Groß- und Maxibriefe,
- Briefe mit der Zusatzleistung Einschreiben,
- bestimmte Waren- und adressierte Werbesendungen,
- freigemachte Streifbandzeitungen.
Nicht umfasst sind im Inland beispielsweise DHL-Pakete und Päckchen, Express-Sendungen sowie verschiedene Presseerzeugnisse. Auch eine Vorausverfügung des Absenders kann die Weiterleitung ausschließen. Steht auf dem Umschlag etwa „Nicht nachsenden“, geht die Sendung üblicherweise an den Absender zurück.
Bei einer Nachsendung ins Ausland bestehen weitere Einschränkungen. Außerdem können ausländische Postunternehmen zusätzliche Entgelte verlangen. Die jeweils aktuellen Bedingungen sollten deshalb vor der Buchung geprüft werden.
Wo lässt sich ein Nachsendeauftrag stellen?
Der Auftrag kann direkt bei der Deutschen Post online, in einer Filiale oder an einer dafür ausgestatteten Poststation erteilt werden. Daneben gibt es unabhängige Serviceanbieter. Bei solchen Angeboten sollten Verbraucher genau auf Vertragspartner, Preis, Leistungsumfang, Laufzeit und Verlängerungsbedingungen achten.
nachsendeauftrag.help ist ein unabhängiger Dienstleister und keine offizielle Website oder Tochtergesellschaft der Deutschen Post. Kunden erfassen dort ihre alte und neue Adresse online. Danach veranlasst der Anbieter die Einrichtung der Postweiterleitung bei der Deutschen Post. Nach seinen Angaben kann die Aktivierung bis zu fünf Werktage dauern. Bei Verträgen mit einer Laufzeit von mindestens zwölf Monaten kümmert sich der Anbieter gemäß den Vertragsbedingungen um die Erneuerung.
Adressänderungen bleiben notwendig
Ein Nachsendeservice ersetzt weder die Anmeldung bei der zuständigen Meldebehörde noch die direkte Adressänderung nach dem Umzug. Banken, Versicherungen, Arbeitgeber, Krankenkassen und Versorgungsunternehmen sollten die neue Anschrift separat erhalten.
Auch werden nicht automatisch sämtliche Absender über den Wohnungswechsel informiert. Weitergeleitete Briefe bieten jedoch einen praktischen Hinweis: Wer noch an die alte Adresse schreibt, sollte zeitnah über die neue Anschrift informiert werden. So wird der Nachsendeauftrag zur sinnvollen Übergangslösung, statt dauerhaft notwendige Adressänderungen aufzuschieben.
Posted on: Sun 13 September 2026
Category: misc